Die Ursachen von Firmeninsolvenzen sind vielfältig

Dominoeffekte können die eigene Existenz gefährden.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland sank im Jahr 2011 in Deutschland auf 30.294 Fälle. Das entspricht 6,2 Prozent weniger Unternehmenspleiten als im Referenzjahr 2010. Trotz der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland müssen Unternehmen aufpassen: In vielen Fällen sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz ziehen. In knapp jedem fünften Betrieb ist das die Ursache für die eigene Insolvenz.

Gerade für kleinere Unternehmen mit wenig Eigenkapital hat das zögerliche Zahlungsverhalten ihrer Kunden gravierende Folgen. Erstens bedeuten Zahlungsverzögerungen oder -ausfälle zusätzliche Mehrarbeit und dementsprechende Kosten. Zweitens ist es in vielen Branchen üblich, dass ein Betrieb mit seiner Arbeitsleistung und den Materialkosten in Vorleistung geht. Die Unternehmen treten damit als Kreditgeber auf und tragen durch die entstandenen Kosten auch das finanzielle Risiko.

Neben dem zusätzlichen Zeitaufwand, den erhöhten Kosten und dem Ärger kann es im schlimmsten Fall für den Betrieb selbst zu finanziellen Engpässen kommen, sollten die Forderungsausfälle sehr hoch sein. Auch die Summe vieler kleiner Forderungen kann für die eigene Existenz bedrohlich werden.

Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel empfiehlt als sicherste Methode für Unternehmen, schon im Vorhinein Auskünfte über die Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern einzuholen. Bonitätsprüfungen (Ermittlung der Zahlungsfähigkeit der potenziellen Kunden) sollten durchgeführt werden, um das finanzielle Risiko eines Zahlungsverzugs oder eines Forderungsausfalls abzuschätzen und entsprechende Konditionen im Vorfeld eines Geschäfts zu vereinbaren (z.B. Abschlagszahlungen, Vorkasse, etc.).

Oft sind mit dem Einfordern offener Rechnungen ein höherer Aufwand und höhere Kosten verbunden als mit einer Bonitätsprüfung vorab.
„Obwohl sich die binnenwirtschaftliche Lage in Deutschland erholt hat, gibt es immer noch vielfältige Ursachen für Firmeninsolvenzen“, erläutert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Neben den bereits erläuterten Dominoeffekten gibt es noch weitere Gründe für Firmeninsolvenzen: Einflüsse hätten zum einen das Ausbleiben neuer Aufträge sowie die Stornierung oder Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zudem bedroht nach wie vor die restriktive Kreditvergabe der Banken und fehlendes Eigenkapital Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und Jungunternehmen. Aber auch in Phasen guter Konjunktur gilt: Während einer positiven Wirtschaftslage sind Unternehmen nicht vor innerbetrieblichen Fehlern und einer daraus resultierenden Zahlungsunfähigkeit gefeit.

Herausgeber:  Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Gasstraße 18, 22761 Hamburg, presse@buergel.de, www.buergel.de

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