Berechtigtes Interesse

Gemäß Artikel 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Übermittlung personenbezogener Daten nur zulässig, wenn der Empfänger der Daten ein berechtigtes Interesse an ihrer Kenntnis glaubhaft dargelegt hat. Ein berechtigtes Interesse liegt vor, wenn die Verarbeitung zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Vor jedem Auskunftsbezug ist das berechtigte Interesse vom Datenempfänger anzugeben und wird von CRIFBÜRGEL regelmäßig überprüft. CRIFBÜRGEL kennt folgende vier Anfragegründe, die den anfragenden Kunden den Auskunftsbezug erlauben: Kreditanfrage, Bonitätsprüfung, Geschäftsanbahnung, Forderung. Nachfolgend die Anwendungsbereiche dieser vier Gründe:

„Kreditanfrage“:
• Im Neu- und/oder Bestandskundengeschäft bei Kreditentscheidung (beantragter Kredit), Bestimmung von Kreditlimits.
• Erbringung einer Vorleistung.

„Bonitätsprüfung“:
• Bei bestehender Geschäftsverbindung: Konkreter Vertragsabschluss im Bestandskundengeschäft.
• Hinweise auf Veränderung der wirtschaftlichen Situation beim Vertragspartner oder Erweiterung der Geschäftsbeziehung.
• Überprüfung der Schuldnerbonität.
 
„Geschäftsanbahnung“:

• Beabsichtigte oder konkret bevorstehende Geschäftsbeziehung, insbesondere bei Lieferung auf Rechnung oder Ratenzahlungskauf (Neukundengeschäft).
• Ist der Vertragspartner finanziell in der Lage, die Verpflichtungen aus dem bevorstehenden Geschäft zu bedienen.
 
„Forderung“:
• Forderungseinzug: Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob eine Forderung realisiert werden kann.
• Zur Vorbereitung von Inkasso-/Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegenüber dem Schuldner.

X