Fraud Prevention: Worauf sollten Online-Shops 2021 besonders achten?

Die Umsätze im E-Commerce nehmen von Jahr zu Jahr zu, da immer mehr Kunden online einkaufen. Dieser Trend wurde 2020 aufgrund pandemiebedingter Lockdowns und den Schließungen im stationären Handel verstärkt. Was zunächst eine gute Nachricht für alle Online-Händler ist, hat einen Haken: Denn analog zum steigenden Absatz, erhöht sich die Betrugsgefahr. Hier erfahren Shopbetreiber, worauf sie 2021 in Bezug auf Fraud Prevention besonders achten sollten und wie sie sich vor Betrug schützen können.

Jedes Jahr entstehen Online-Händlern Milliardenschäden durch Betrug

Statistisch gesehen werden von Online-Händlern drei von 100 Bestellungen als Betrug eingestuft. Wer also mehr als 30 Produkte online verkauft, muss im E-Commerce rechnen, selbst Opfer von Online-Fraud zu werden. 9 von 10 Online-Shops haben laut Statistik bereits Erfahrung mit Online-Betrug gemacht. Jedes Jahr summiert sich der Schaden durch Online-Shop-Betrüger allein in Deutschland auf über eine Milliarde Euro. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, schließlich werden nicht alle Betrugsschäden vom Handel auch gemeldet oder überhaupt bemerkt.

Die Einführung eines effizienten Risikomanagements ist für Online-Händler somit keine Frage der Notwendigkeit mehr, sondern vor allem eine wirtschaftliche Entscheidung.

Wie stark der Online-Handel von betrügerischen Aktivitäten bedroht ist, hat einmal mehr die Corona-Pandemie zu Tage gebracht. So sind Betrugsmaschen im Internet 2020 nochmals angestiegen. Internethändler sollten sich 2021 deshalb umso intensiver nachhaltigen Maßnahmen im Bereich der Fraud Prevention widmen und ihr Geschäft schützen.

Von welchen Betrugsmaschen ist besonders der Online-Handel betroffen?

Betrugsgefahr besteht im Online-Geschäft bereits beim Login in das Kundenkonto. Mehr als 60 Prozent aller Betrugsmaschen starten mit einer Attacke auf die Logindaten der Kunden.
Doch Betrug im Online-Handel hat viele Gesichter. Die Akteure müssen dabei nicht zwingend aus dem kriminellen Umfeld stammen. Auch eine finanzielle Schieflage kann aus anständigen Bürgern Kriminelle machen.

Als Online-Händler müssen Sie auch 2021 mit folgenden Betrugsvarianten rechnen:

  • Eingehungsbetrug: In diesem Fall bestellen Kunden Ware, obwohl sie wissen, dass sie sie nicht bezahlen können. Diese Betrugsform macht einen Großteil aller betrügerischen Handlungen im Online-Shopping aus. Betrugsgefahr besteht besonders bei Zahlungen per Lastschrift oder beim Kauf auf Rechnung.

  • betrügerische Handlungen mit falschen Daten:
    • Identitätsdiebstahl: Kriminelle geben beim Kauf eine andere Identität an. Meist haben sie die Daten zuvor gestohlen. Im Darknet werden z.B. ganze Datensätze von Kunden inklusive Passwörtern und Zahlungsdaten zum Verkauf angeboten.
    • Angabe von falschen persönlichen Daten: Um online zu bestellen, nutzen kriminelle Akteure falsche Personendaten, um so z.B. kreditwürdiger zu sein.
    • Verwendung von gestohlenen Zahlungsdaten: Gestohlene Kreditkartendaten oder die betrügerische Verwendung von Kontodaten gehört ebenfalls zum Online-Betrug. Eine Variante dieser Betrugsmasche besteht in der Angabe fiktiver Zahlungsdaten bei der Online-Bestellung.
    • Kunden streiten Warenerhalt ab: Diese Variante des Online-Betrugs kommt am dritthäufigsten vor. Sie ist deshalb bei Betrügern so „beliebt“, weil der Online-Händler die Nachweispflicht hat. Er trägt das Risiko des Versands und muss den Beweis liefern, dass das Paket auch tatsächlich zugestellt wurde.

Handlungsempfehlungen für Online-Shops, um 2021 aktive Fraud Protection zu betreiben

Um sich als Händler vor Online-Betrug zu schützen, gilt es zunächst, aus der passiven Opferrolle in eine aktive Rolle zu wechseln und präventiv zu handeln.

1. Aufklärungsarbeit: Ein wichtiger Schritt zu mehr Schutz vor Online-Betrug sind aufgeklärte Kunden. Informieren Sie Ihre Kunden am besten, wie sie ihre Passwörter und ihre persönlichen Daten am besten schützen. Was Sie noch tun können:

  • Teilen Sie Ihren Kunden Ihre offiziellen Mailadressen mit, die Sie zur Kundenkommunikation verwenden.
  • Sprechen Sie Ihre Kunden per Mail immer persönlich an. Unpersönliche Mails können sie dann als mögliche Phishing-Attacken identifizieren.
  • Erläutern Sie Ihren Kunden, dass Sie sie außerhalb von Bestellprozessen nie nach persönlichen Daten oder Zahlungsdaten fragen werden.

2. Muster erkennen, Daten und Kundenverhalten beobachten: Betrugsprävention bedeutet vor allem, mit Daten zu arbeiten und diese sinnvoll zu analysieren.

  • Auffällige Muster: Prüfen Sie z.B., ob das aktuelle Nutzerverhalten zur bisherigen Kundenhistorie passt. Loggt sich der Nutzer z.B. von einem unbekannten Ort oder mit einem unbekannten Gerät bzw. einer auffälligen IP-Adresse ein? Finden sehr viele Logins hintereinander statt? Wurde die Zahlart plötzlich auf einen anderen Namen geändert? Sinnvoll ist in diesen Fällen, dass der Kunde Eingaben zusätzlich verifizieren muss, damit sie gültig werden. Hierfür bieten sich SMS, E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten an. Sie können außerdem die Zahl der Anmeldeversuche limitieren oder IP-Adressen vom Login ausschließen.
  • Ein Gerät für mehrere Konten: Meldet sich ein Nutzer mit demselben Gerät in verschiedenen Konten an, kann das ein Hinweis auf Online-Fraud sein. Auch hier sollte eine Verifizierung erfolgen. Ansonsten sollte das entsprechende Gerät für den Zugriff auf den Shop z.B. durch Blacklisting gesperrt werden.
  • Umfassende Änderungen an persönlichen Daten: Werden Anschrift, Telefonnummer und andere Daten in einem Kundenkonto gleichzeitig geändert, sollten Sie ebenfalls reagieren und den Kunden um eine Authentifizierung per Mail oder Kurznachricht bitten.
  • Reaktivierung von inaktiven Konten: Wurde ein Kundenkonto lange Zeit nicht genutzt und plötzlich gibt es umfassende Kaufaktivitäten, sollten Sie handeln. Sinnvoll ist z.B. eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, um die missbräuchliche Verwendung eines Kundenkontos zu verhindern.

Mit technischem Knowhow Fraud Protection effizient und skalierbar betreiben

Wenn sich Online-Händler 2021 mit dem wichtigen Thema „Fraud Protection“ auseinandersetzen, werden sie schnell feststellen, dass manuelle Maßnahmen in der Regel nicht ausreichen oder sehr viel Zeit kosten. Laut aktueller Studien ist sich darüber hinaus mehr als die Hälfte der Shopbetreiber unsicher, welche Methoden sich kunden- und risikogerecht für die Fraud Protection anbieten. Die meisten Online-Händler haben es zudem schwer, Betrugsfälle überhaupt identifizieren zu können. Und mit steigenden Verkäufen und hohen Bestellvolumina sinkt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass Betrug erkannt wird.

Eine sinnvolle Lösung für die Fraud Prevention im Online-Handel bieten deshalb technische Systeme. Moderne Software zur Betrugsprävention basiert auf KI und kann betrügerische Muster anhand vieler verschiedener Datenpunkte schnell und zuverlässig ermitteln. Gleichzeitig sind diese Sicherheitssysteme einfach skalierbar und lassen sich problemlos an steigende Verkäufe anpassen, ohne dass die Leistungsfähigkeit der Tools abnimmt. Ob Scoring, Plausibilitäts- oder Bonitätsprüfungen, moderne, KI-gestützte Fraud Prevention bietet mit technischem Knowhow verlässliche Sicherheit, und das in Echtzeit.

Der große Vorteil dabei: Shopbetreiber müssen keine zusätzlichen personellen Ressourcen für die Betrugsprävention schaffen, sondern können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Gleichzeitig können bei Kunden geschätzte Funktionen wie „Kauf auf Rechnung“ dank intelligenter Fraud Prevention Systeme weiterhin angeboten werden.

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